Liebe Internetnutzer,
Wer von Euch liebt Puzzlespiele?
Einmal begonnen, kann man nicht mehr aufhören, bis das letzte
Puzzle das Bild vollendet.
Oft wurden Kleinigkeiten wichtig, um Lücken zu füllen oder
Unklarheiten abzuklären.
Herzlichen Dank Allen, die mich dabei unterstützt haben.
Die
Anfänge waren völlig unspektakulär und mit viel Tatendrang und Mut
verbunden.
Prediger
Zimmer aus Zwickau knüpfte
um die Jahreswende 1870/71 die ersten privaten Verbindungen ins
Erzgebirge. Im April oder Mai 1871 hielt er eine erste methodistische
Versammlung im Haus des Gutsbesitzers Schwartz in Bernsbach,
das nur auf familiärer Ebene möglich war. Im gleichen Jahr wurde Prediger
Mann nach Zwickau versetzt. Sofort nahm er die entstandenen
Kontakte ins Erzgebirge auf.
Er
fasste den Entschluss, die Stadt Schwarzenberg zum Zentrum der Arbeit
im Erzgebirge zu machen. Entscheidend war die seit 1858 bestehende
Eisenbahnverbindung
Gegen
Ende 1871 hielt Prediger Mann zwei christliche Vorträge im
Kursaal des Bades Ottenstein und im Ratskeller. „Hunderte
Menschen aus allen Ständen der Stadt und den umliegenden Orten fanden
sich ein.“ So ist es im ersten Kirchenbuch von Schwarzenberg
Im
Jahr 1872 wurde Hilfsprediger Lutz von Zwickau aus nach
Schwarzenberg geschickt.
Nach
langem Kampf: Versammlungsverboten, Beschimpfungen und Anzeigen
sandten im
Aus
der „Acta die Methodisten betreffend“, die ab 1874 vom
Stadtrathe zu Schwarzenberg geführt wurde geht hervor:
„Nennung
des Ortes der gottesdienstlichen Zusammenkünfte in der Stadt
Schwarzenberg: Carlsbader
Straße 120/21 im Haus des Herrn E. Merkel,
Im
Anbau einer ehemaligen Nagelschmiede fanden etwa 150
Gottesdienstbesucher Platz.
Stellen
wir uns vor, wir würden von Neudorf oder Schneeberg nach
Schwarzenberg laufen.
Durch Singen!
Und
das haben unsere Vorfahren zur Genüge getan!
Am
29.5. 1883 erteilte der Stadtrat von Schwarzenberg die
Genehmigung zum Bau eines „Betsaales mit Predigerwohnung“.
Bereits
am 31. Oktober 1883, dem Reformationstag, wurde unsere „Zionskapelle“
eingeweiht.
Die äußere
Fertigstellung erfolgte im Frühjahr 1884. Da Methodisten als
„Sektierer“ eingestuft wurden, gab es nur einen Bauplatz außerhalb
der Stadtmauern. 1889 wurde neben
unserer Kirche die Stadtschule errichtet und Jahre später über
unserer Kirche die Königlich – sächsische - Bezirkssteuereinnahme.
Gott hatte uns den rechten Bauplatz zugewiesen, die Kapelle stand jetzt mitten in der Stadt.

1886
entwickelte sich die Gemeindearbeit, auch in den umliegenden Orte so
sehr, daß
Was
war so besonders an den Methodisten?
Hatten
sie wirklich eine neue „Methode“, wie ihnen nachgesagt wurde?
Sie
waren einfach miteinander auf dem Weg.
Das
1. Sängerfest des Mitteldeutschen christl. Sängerbundes fand am 11.
Mai 1893 in Schwarzenberg, Bad Ottenstein statt und erzielte eine große
Außenwirkung.
1897
erfolgte eine erneute Teilung des Schwarzenberger Bezirkes. Annaberg
wird mit 7 Gemeinden selbstständig. Die Muttergemeinde hat ihre
Gemeinden ringsum immer unterstützt,
Um
die Jahrhundertwende war die Not hier im Erzgebirge groß.

1909
wurde Lauter von Schwarzenberg. abgetrennt und bildete mit den
Gemeinden Bernsbach, Elterlein und Grünhain einen neuen Bezirk.
1914
begann der 1. Weltkrieg.
Die
Gemeinde erlebt viele unruhige Jahre. Das Kaiserreich geht zu Ende.
Auch auf der neuen politischen Bühne kommt Deutschland nicht zur
Ruhe. Die Inflation belastet auch unsere Gemeinden und ihre Mitglieder
sehr. Trotzdem ist das Wachsen unserer Gemeinden nicht aufzuhalten.
Schon 1924 erfolgt die nächste Trennung und damit Vergrößerung
des Werkes.
„Das Werk befindet sich in einer ruhigen und steten
Entwicklung.
Viele
Geschwister konnten in dieser schweren Zeit in die Gemeinde
Prediger
Paul Wolf kommt nach Schwarzenberg.
Im
Jahre 1946 feiert die Gemeinde ihr 75. Gemeindejubiläum.
Bruder Alfred Viertel hat einen geschichtlichen Überblick
erarbeitet, der uns glücklicherweise noch erhalten ist.
1949
wird die DDR gegründet.
Im
September 1954 findet erstmalig ein Kreissängerfest in der
Georgenkirche zu Schwarzenberg statt. Es wird als ein bahnbrechendes
Ereignis bewertet, denn damit beginnt ein friedliches Nebeneinander
der Kirchen Durch den Wismut-Bergbau muss 1958 die
Gemeindearbeit in Johanngeorgenstadt eingestellt werden. Der größte
Teil der Altstadt wird abgerissen, die Menschen zwangsumgesiedelt und
Pastor
Langmasius gelingt in seiner Dienstzeit trotz größter Bemühungen
weder der Einbau der Orgel noch der Kapellenbau in Neuwelt. Ein Antrag
nach dem anderen wurde durch die Behörden abgelehnt. Nur die seit
1943 notwendige Neueindeckung unseres Kirchendaches konnte vollzogen
werden. – Ein markantes Stück DDR Geschichte!
1970, zur Dienstzeit von Pastor Weigelt, kann
endlich die Kapelle in Neuwelt und die Schwarzenberger Orgel in Dienst
gestellt werden.
Das 125 jährige Kirchenjubiläum konnten wir als älteste von
den Methodisten erbaute Kirche in Sachsen im Jahr 2008 feiern. Die
Festpredigt von Dr. Michael Wetzel finden wir im Anhang des Buches,
das zum Preis von 7.50 € in der Zionskirche zu erhalten ist.
Eva-Maria
Schönfeld
